Immobilien ohne Makler verkaufen

Jedes Jahr wechseln viele Wohnungen und Häuser den Eigentümer.
Was einfach klingt, ist oft mühsam. Nicht immer und insbesondere nicht überall stehen Käufer für durchschnittliche oder gar problematische Immobilien Schlange. Wer privat seine Wohnung oder Haus verkaufen möchte, benötigt oft einen langen Atem.
Neben Geduld ist auch Realismus angebracht. Viele lassen sich von Quadratmeterpreisen blenden, die sie von Nachbarn, Kollegen oder im Internet aufgeschnappt haben. Beim Vergleich einer älteren Wohnung mit einem Neubau entdeckt man Unterschiede, die auch durch beste Pflege nicht kompensiert werden können. Jahrzehntelange Badefreuden hinterlassen deutliche Nutzungsspuren, der Fliesengeschmack ändert sich ständig alle paar Jahre.
Die Immobilie muss zuerst in einen guten Zustand gebracht werden. Der Verkäufer hat dann zu entscheiden, entweder billig zu renovieren, also Wände zu übermalen und einen einfachen Teppich zu verlegen, oder aufwendig und teuer zu sanieren. Der neue Käufer hat nun einen anderen Geschmack und die Mühe war umsonst.
Das Objekt wurde schließlich auf Vordermann gebracht und der Verkauf kann losgehen. Inserate werden geschaltet, bestenfalls mit Fotos vom Smartphone, es melden sich viele neugierige Leute, etliche Gleichgesinnte, die die Konkurrenz testen wollen, Gelegenheitsmakler, die Aufträge wittern. Man lernt auch viele nette Menschen kennen, die ein Schnäppchen suchen.
​Nach vielen sinnlosen Besichtigungen wird es ruhiger und der private Verkäufer erfährt, ob der angesetzte Preis wirklich im Verhältnis zu Lage und Zustand des Objektes steht. 
Man kann davon ausgehen, dass mehr als Dreiviertel der privat angebotenen Wohnungen zu teuer sind.

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